Tiefe Minusgrade erwartet - So schützen Sie Ihre mobile IT

(Bochum, 05.01.2017) Nach dem Tief "Axel" folgt die "Eiszeit". Für die kommenden Tage, beginnend ab Donnerstag den 06.01.2017 werden Temperaturen in der Spitze von bis zu -10 bis -25 Grad erwartet.

Dies stellt eine Herausforderung für mobile Computer, Smartphones und Tablets dar. Wer einen Blick auf die Datenblätter seiner Speichergeräte wirft, der wird feststellen, dass die vom Hersteller angegebene Betriebstemperatur im Durchschnitt bei minimal 0 Grad liegt. Dies kommt nicht von ungefähr, da bereits bei geringen tiefen Temperaturen Kondensationseffekte entstehen können wenn man ein heruntergekühltes Gerät unmittelbar in einer erwärmten Umgebung anschaltet. Hierbei bildet sich ein Feuchtigkeitsfilm innerhalb von Speichermedien und dies kann zu potentiellen Kurzschlüssen bei SSDs in Ultrabooks oder einem Headcrash bei Festplatten in Notebooks führen.


"Zu häufig übersehen Anwender, dass die mobile IT, die sie täglich nutzen nicht für diese tiefen Temperaturen ausgelegt ist. Hier ist es ratsam einige Regeln zu befolgen um sich nicht des Riskos eines Ausfalls auszusetzen", sagt Martin Eschenberg, CMO bei KUERT Datenrettung in Bochum.

1. Keine IT über einen längeren Zeitraum im Auto lassen und Kondensationsrisiken minimieren

Grundsätzlich sollte man sein Notebook, iPad oder Smartphone nicht im Auto vergessen, allein schon aus versicherungstechnischen Gründen nicht. Dennoch kann es passieren, dass man es trotzdem mal vergisst. In solch einem Fall sollte man jedoch das Gerät ins Haus oder das Büro holen und es sich in diesem wärmeren Umfeld erst einmal akklimatisieren lassen, bevor man es anschaltet oder auch nur anschließt. Gerade Brillenträger kennen den Effekt der Kondensationsbildung nur zu gut, wenn Sie aus einer kalten Umgebung in einen warmen Raum gehen, dann beschlagen hierbei die Brillengläser. Dieser Feuchtigkeitsfilm ist immer ein Risiko bei jeder Art von Speichermedien, seien sie nun integriert als SSD im Ultrabook oder als mobile USB-Festplatte oder bei jeglicher Art von Platine innerhalb eins Smartphones oder Tablets.

2. Kälte verringert die Akku-Laufzeit von Mobilgeräten

Minusgrade haben zudem einen direkten Effekt auf die Akkulauzeit von Mobilgeräten und können diese signifikant verkürzen. In Fällen von Lithium-Ionen Akkus reichen Temperaturen unter 10 Grad Celsius, da hierdurch der Innenwiderstand des Akkus erhöht wird und sich als Folge hieraus sich die Akkuleistung verringert.

Vergisst man sein Smartphone bei Minusgraden im Auto, so entlädt sich der Akku schneller als normal. Um Kondensationseffekte zu vermeiden sollte man auch hier das Gerät nicht unmittelbar wieder aufladen, sondern zunächst ausgeschaltet lassen und für 10-20 Min. an die Umgebungstemperatur akklimatisieren lassen bevor man es an die Ladung hängt.

Wie stark Minustemperaturen Smartphones beeinflußen können beweisst ein Praxistest des finnischen Computer-Magazins "Mikro-PC" vom 21.01.2012. Hierbei wurden 15 der zum damaligen Zeitpunkt populärsten Smartphones Umgebungstemperaturen von 0 bis -40 Grad ausgesetzt. Die Funktionsfähigkeit von Smartphones bei 0 Grad blieb hierbei bei allen Testkandidaten gewährleistet. Schon ab -5 Grad kam es zu den ersten Ausfällen der Testkandidaten iPhone 4s und Nokia N9 aufgrund von Batterieproblemen. Bei Temperaturen von -15 bis -20 Grad fiel der Großteil der Geräte aus nachdem sie aus dem Stand-By-Betrieb geholt wurden.

Sicherung & Backup - Schutz vor Datenverlust

Um sich vor Datenverlust zu schützen ist die Erstellung von regelmäßigen Sicherungskopien seiner wichtigen Daten die beste Empfehlung die man geben kann, nur hierdurch kann man sich vor elektronischen Schäden schützen, wenn das Smartphone oder Notebook einmal doch widererwarten einen Kälteschaden davontragen sollte.

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