KUERT Datenrettung - Rückblick auf 2015

(Bochum, 04.02.2016) Die Bochumer Spezialisten der KUERT Datenrettung Deutschland GmbH blicken zurück auf das Jahr 2015:

  • Zunahme von Rettungsfällen bei Einzelfestplatten mit Headcrash
  • Höhere Nachfrage nach NAND Flash Rettung von SSD, Smartphone & Co.
  • Zunahme bei Datenrettungen von SSDs nach Ausfall ohne Vorwarnung
  • Speicherkarten: Fast nur noch Rettungen von Monolith-Karten
  • Ausfälle im Mittelstand – Gescheiterte Wiederherstellungsversuche von Admins und Herstellern häufig o. Netz u. doppelten Boden

Rückblick auf die Trends der Datenrettungen bei KUERT im Jahr 2015

Zunahme bei Headcrash Szenarien von Festplatten

Untersuchung einer defekten Festplatte unter dem MikroskopDie Nachfrage zur Rettung von heruntergefallenen Festplatten ist im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um ca. 13% gestiegen. Insbesondere im Privatkunden-Segment wurden in einem erhöhten Maße mobile Festplatten mit ein Formfaktor von 2.5“ eingereicht. Höhere Ausfallzahlen sind hierbei eine direkte Folge der Mobilität und der jeweiligen Handhabung als natürlich auch des Preisverfalls bei mobilen Festplatten im Jahr 2015.

NAND-Flash – Zunahme bei Rettungsfällen von Smartphones und SSDs

Die Zahl der Smartphone Datenrettungen bei iPhone & Android-Geräten mit schwerwiegenden Beschädigungen hat sich zum Vorjahr ebenfalls signifikant erhöht. „In diesem Bereich, der zugleich auch unser jüngster Geschäftsbereich ist, haben wir in einem erhöhtem Maße investiert um unsere Rettungsergebnisse, insbesondere auf Chip-Level-Ebene, weiter zu verbessern und den unterschiedlichen Topologien bei Android-basierenden Geräten Rechnung zu tragen. Verbesserungen haben wir zudem bei iPhones erzielt, durch die Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender Reparaturverfahren“, sagt Martin Eschenberg, verantwortlich für Marketing & Vertrieb D/A/CH bei KUERT in Bochum.

Einen Zuwachs erfuhr ebenfalls das Segment der Datenrettungen von Solid-State-Disks

Der Zuwachs von knapp 30% zum Vorjahreszeitraum ist hierbei nicht wirklich überraschend. SSDs sind in den letzten Jahren immer günstiger geworden und haben sich somit auch immer stärker verbreitet. Bei den Kundenanfragen zu SSD Datenrettung stellten wir jedoch fest, dass eine große Anzahl an Nutzern zunächst einmal verblüfft war, dass eine SSD überhaupt ausfallen kann.
„Hier ist es vor allen Dingen wichtig zu betonen, dass sich der Ausfall oder Defekt einer SSD in der Regel in keiner Weise im Vorfeld ankündigt. Hat man bei herkömmlichen Festplatten noch die Chance auf einen Blue-Screen, z.B. bei einer hohen Anzahl von defekten Sektoren, die es dem Anwender, zumindest theoretisch, noch erlauben die wichtigsten Daten per Boot-CD von solch einer angeschlagenen Festplatte zu retten, so ist dies bei einer SSD in den meisten Fällen nicht der Fall. SSDs fallen in der Regel sofort und unmittelbar aus und lassen hierbei dem Nutzer keine Chance noch irgendwie nachträglich auf die Daten zugreifen zu können“, so Eschenberg.

Datenrettung von Speicherkarten – Fast nur noch Monolith-Technik

Bis auf wenige Ausnahmen wurden 2015 bei KUERT fast ausschließlich nur noch Speicherkarten in monolithischer Bauform gerettet. Bei der monolithischen Bauform sind alle Komponenten der Speicherkarte in einem Chip implementiert. Zwar senkt dies die Produktionskosten der Hersteller, im Schadensfall erhöht diese Bauform jedoch den zu investierenden Arbeitsaufwand und somit auch die Kosten der Datenrettung. „Monolith-Technologie haben wir zu großen Teilen im Griff, insbesondere beim Weltmarktführer für Speicherkarten, der generell für sein spezifisches Chipdesign bekannt ist“, sagst Martin Eschenberg.

„Blindes“ Vertrauen in bestehende Backup-Prozesse bei klein- & mittelständischen Betrieben

"Blindes“ Vertrauen in Technologie, gepaart mit Fehlverhalten des Kunden bei selbstständigen Wiederherstellungsversuchen von RAID- und NAS Systemen im Mittelstand, ist die Quintessenz dessen, womit sich KUERT im Jahr 2015 bei Firmenkunden konfrontiert sah.
Beginnend bei abgebrochenen Rebuilds, über zeitversetzte Ausfälle von 1-2 Festplatten bei kleineren RAID-Konfigurationen in NAS-Systemen, bis hin zu fahrlässigem on-Site Support und Tipps von Herstellern, in 2015 war so ziemlich jedes denkbare Szenario enthalten.
Oft beobachtet wurde seitens KUERT auch ein „blindes“ Vertrauen in bestehende Backup-Prozesse ohne die jeweiligen Backups im Nachgang gelegentlich auf Konsistenz zu prüfen oder den kompletten Backup-Prozess regelmäßig zu auditieren. „An diesem Punkt haben wir ebenfalls eine Zunahme festgestellt, häufig nach Ausfall-Szenarien bei denen der Kunde feststellt, dass keines seiner zuvor erstellten Backups sich noch öffnen lässt und zwar unabhängig davon, ob es lokal auf einem Server liegt oder in der Cloud. Insbesondere bei fehlerhaften Backups die in der Cloud liegen, wird es dann schwierig.“, sagt Martin Eschenberg.

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