Kalte Jahreszeit - Gefahr für Daten auf Smartphone, Festplatte und SSD

(Bochum, 28.11.2013) Zur Winterzeit elektronische Geräte im Fahrzeug zu lassen ist nicht immer die cleverste Idee und kann schwere Beschädigungen mit sich ziehen. "So kann die Kälte im Fahrzeug die Lebensdauer von Akkus reduzieren, denn jedes elektronische Gerät hat seine eigenen Funktionsrichtlinien- und Toleranzen", sagt Martin Eschenberg von KUERT Datenrettung, einem Anbieter von Services zur Datenrettung von SSD, Festplatten und Smartphones in Bochum / Nordrhein-Westfalen.

Apple zum Beispiel gibt die Betriebstemperatur eines iPhone 5s zwischen 0 - 35°C an. "Extreme Kälte-Bedingungen müssen zwar nicht direkt in einem Defekt des Gerätes münden, können jedoch den Ladezustand des Akkus gravierend verkürzen. In Fällen von Lithium-Ionen Akkus, je nach Bauart, schon bereits ab <10 Grad Celsius, da die Kälte den Innenwiderstand erhöht und die Akkuleistung hierdurch sinkt. Wenn sich ein Gerät bei Minusgraden in der Nacht schneller entlädt und somit abschaltet, so steigt die Gefahr eines Kurzschlusses aufgrund von Kondensation, wenn man es sofort danach wieder in Betrieb nehmen will. Besser ist es dann, die betroffenen entladenen Geräte in einer warmen Umgebung für eine Weile zu akklimatisieren und erst dann an wieder aufzuladen. ", so Eschenberg.


Kalte Temperaturen sind "Gift" für Festplatte, SSD und Smartphone

Zudem sind Geräte, welche niedrigen Temperaturen für einen längeren Zeitraum ausgesetzt sind, anfällig für Kondensationen die im schlimmsten Fall zu einem Kurzschluß im Gerät führen können. Hierfür genügt allein schon ein Feuchtigkeitsrückstand oder kleiner Tropfen, der sich über zwei Leiterbahnen zieht.

Komponenten in Mobiltelefonen, Notebooks oder mobilen Spielkonsolen können hierdurch dauerhaft Schaden nehmen.

Für den Fall, dass ein Smartphone im Winter einmal versehentlich in den Schnee fallen sollte, empfehlen die Bochumer Experten unmittelbar hiernach den Akku aus dem Gerät zu entfernen, um es vor einem potentiellen Kurzschluß zu schützen. Ferner ist es wichtig die SIM-Karte des Gerätes zu entfernen um wertvolle Kontaktinformationen generell zu schützen. Um das Gerät zu trocknen eignet sich ein Mikrofasertuch oder eine Küchenrolle in welches das Gerät eingewickelt wird. Danach platziert man das Gerät am Besten in ein luftdichtes Behältnis, wie z.B. eine Tupper-Box, zusammen mit Silika-Gel um die Luftfeuchtigkeit zu absorbieren, alternativ zum Silika-Gel funktionieren auch Reiskörner.

Insbesondere Festplatten und SSDs in Notebooks, die extremer Kälte ausgesetzt sind, neigen zu Kondensationen. Hier ist es sehr angeraten die Geräte nachdem Sie der Kälte ausgesetzt waren vor dem erstmaligen anschalten unter Raumtemperaturen zu akklimatisieren und diese zunächst eine Weile stehen zu lassen, bevor man diese erneut anschaltet. Brillenträger kennen diesen Effekt der beschlagenen Brillengläser, wenn man aus einer kalten Umgebungstemperatur in eine warme Umgebungstemperatur tritt. Mit jeglichem elektronischen Gerät verhält es sich in der Praxis genauso. Zwar verfügen einige Platinen von Smartphones über spezielle Beschichtungen, die diesem Effekt eindämmen sollen, verlassen sollte man sich in solchen Fällen jedoch nicht darauf.

Sicherung & Backup - Schutz vor Datenverlust

Um sich vor Datenverlust zu schützen ist die Erstellung von regelmäßigen Sicherungskopien seiner Daten die beste Empfehlung die man geben kann, nur hierdurch kann man sich vor elektronischen Schäden schützen, wenn das Smartphone oder Notebook einmal einen Kälteschaden davontragen sollte.

Wie stark Minustemperaturen Smartphones beeinflußen können beweisst ein Praxistest des finnischen Computer-Magazins "Mikro-PC" vom 21.01.2012. Hierbei wurden 15 der damalig populärsten Smartphones Umgebungstemperaturen von 0 bis -40 Grad ausgesetzt. Die Funktionsfähigkeit von Smartphones bei 0 Grad blieb hierbei bei allen Testkandidaten gewährleistet. Schon bei -5 Grad kam es zu den ersten Ausfällen der Testkandidaten iPhone 4s und Nokia N9 aufgrund von Batterieproblemen. Bei Temperaturen von -15 bis -20 Grad fiel der Großteil der Geräte aus nachdem sie aus dem Stand-By-Betrieb geholt wurden.

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