Vorsicht bei Auswahl eines Datenrettung Labors

Methoden von Abzockern in der Datenrettung

Labore zur Datenrettug gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Es gibt viele gute und leider auch sehr viele schlechte. Es gibt gekaufte Kunden-Rezensionen und ein schier unglaubliches "Bullshit Bingo" was angebliche Erfolgsraten und hervorragenden Kundendienst angeht und bei dem man sich nach so vielen Jahren in der Branche nur noch an den Kopf packen kann ums sich zu fragen:

"Wie kann das sein ? Worauf können Kunden bei der objektiven Beurteilung über die Leistungsfähigkeit und Seriösität eines Anbieters noch zählen ?"

Einfache Antwort: "Sie müssen lesen ! Und am besten sehr viel kleingedrucktes

Einblick in die Marketing Mechanismen verschiedener Datenretter

Jedes Rettungsunternehmen hat seine spezifischen Vor- und Nachteile. Teuer sind Labore, gerade bei Festplatten die einen defekt erlitten haben, jedoch alle. Einige Unternehmen werben mit einer kostenlosen Analyse, bei anderen ist die Analyse kostenpflichtig. Einige Labore im ostdeutschen Raum erfinden hierbei Analyseberichte anhand des Fehlerbildes, ohne die Festplatten die Ihnen geschickt wurden jedoch wirklich jemals untersucht, geschweige denn geöffnet, zu haben. Ernst genommen wird ein Kunde von diesen Unternehmen nur dann, wenn er die eigentliche Rettung beauftragt, denn für diese Anbieter ist dies das Signal: "Der Kunde ist zahlungswillig". Bei allen Tätigkeiten die bis zu diesem Zeitpunkt stattfinden gilt die Maxime: "Kosten und Aufwand so niedrig wie möglich halten", also auch den Zeitaufwand für die Überprüfung eines Datenträgers.

Über die Methodiken der Bauernfängerei in der Datenrettung

In den letzten Jahren hat sich die IT gewandelt. Kunden wollen es möglichst bequem haben und interessieren sich nicht mehr großartig für die Funktionsweise Ihrer Geräte. Der Satz "Das muss funktionieren, alles andere interessiert mich nicht", passt ganz gut in dieses Szenario. Gerade schwarze Schafe in der Datenrettung nutzen diesen Umstand indem sie Ihr komplettes Marketing auf diese Bequemlichkeit ausrichten und am Besten erkennt man sie anhand vollmundigen Versprechungen, edlem Webdesign und vollkommen übertriebener Betonung von "Erfolgsquoten".

Dies soll den Kunden überzeugen, denn diese Mechanismen setzen auf die Bequemlichkeit des Kunden und vor allem die Unkenntnis. Allein ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen solcher Labore und Anbieter offenbart dann ein eklatantes Mißverhältnis zwischen dem was auf der Webseite zugesichert wird und dem was eigentliche Vertragsgrundlage ist.

Hier einige Beispiele:

  • Webseite verspricht "ISO zertifiziertes Reinraum Labor" - Die AGB des Anbieters sprechen von: "Der Auftragnehmer behält sich das Recht vor Werkunternehmer (ergo Dritte) zu beauftragen"
  • Vorgegaukeltes Branding wie z.B. ein "®" über dem jeweiligen Logo des Anbieters: - Hier sollte man sich mal die Mühe machen und googeln WO eine Marke registriert worden ist, sollte man in der Tschechoslowakei landen, dann braucht man nur 1:1 zusammenzählen, um zu ahnen wer mit dem Werkunternehmer aus den AGB wohl gemeint sein könnte.
  • Das Label "Made in Germany" - Setzt dem ganzen Irrsinn dann noch die Krone auf - Klar, auch eine "Auftragsannahme" kann "Made in Germany" sein. Selbst einer der Werkunternehmer könnte in Deutschland sitzten, doch ist dieser dann auch ISO zertifiziert ? Höchstwahrscheinlich nicht.

Sie merken schon, allein dass Wort "Werkunternehmer" in den AGB offenbart deutlich den Sinn und Zweck eines solchen Angebots:

1. Rettungsfälle einsammeln und zwar so viele wie möglich

2. Kunden der eingesammelten Rettungsfälle von einem Datenrettungsversuch "überzeugen" und zwar auch dann wenn ein Fall technisch aussichtslos erscheint.

Wie überzeugt man einen Kunden über 400,- EUR für nichts auszugeben ? Indem man Ihn ihm verspricht man hätte eine "Erfolgsquote von 95 - 99%", damit er einen Rettungsversuch einleitet. In einem Nebensatz wird dann noch beiläufig erwähnt, dass bei Nichterfolg eine "Initialisierungsgebühr" von ca. 400 EUR fällig wird. Die "Initialisierungsgebühr" ist hierbei der Gewinn dieser Firmen und deren "Werkunternehmern". Festplatten mit Schleifgeräuschen bspw. sind nur sehr selten rettbar, dennoch versuchen solche Anbieter Ihre Kunden zu einen Rettungsversuch zu überreden. Wirklich seriöse Unternehmen würden hiervon abraten und nur auf expliziten Wunsch des Kunden überhaupt einen Versuch starten. Hierfür sind Ersatzteile erforderlich und diese sollten auch benannt werden. Stellen Sie sich vor Ihr Auto ist defekt und Ihre Werkstatt schickt Ihnen einen Kostenvoranschlag in dem steht, dass eine "Initialisierungsgebühr" von 400 EUR fällig wird sollte sich das Fahrzeug widererwarten doch nicht reparieren lassen - Was würden Sie denken ? Initialisierung kann hierbei alles sein, vom Strom anschließen bis Rettungsversuch, es ist ein "geflügeltes Wort" ohne exakte Terminologie, schwammig und unkonkret.

Eine Analyse ist eine Diagnose und ein Angebot

Es gehört zu den kaufmännischen Tugenden Angebote so zu strukturieren, dass sie einfach und transparent dargestellt werden, sowie vor allen Dingen nach Treu und Glauben wahr sind. In Zeiten der Globalisierung sucht man diese Tugenden leider immer häufiger vergeblich und sie sind somit auch in der Datenrettungsbranche in Deutschland schon seit längerem leider keine Selbstverständlichkeit mehr.

Wer es ehrlich mit Ihnen meint, der nennt die Dinge beim Namen, inkl. aller Kostenkomponenten wie: Aufwand für Arbeitszeit, Ersatzteile und Zieldatenträger. Dies sind die drei elementaren Kostenkomponenten bei defekten Festplatten, die Sie unterm Strich nach einer Datenrettung (in Abhängigkeit vom jeweiligen Defekt) zumeist bezahlen müssen. Seriöse Anbieter informieren Sie bereits im Vorfeld schon bei den Angeboten und Preisinformationen auf der jeweiligen Website über diese Kosten.

Unseriöse Anbieter informieren Sie erst über diese Kosten, nachdem Sie Ihren Rettungsfall zugesandt haben.

Gekaufte Bewertungen / Ratings und Kundenrezensionen

Gönnen Sie sich doch einfach mal den Spass und googlen sie "Rezensionen kaufen", sie werden verblüfft sein was man mittlerweile alles kaufen kann, so man nur gewillt ist genügend Geld auf den Tisch zu legen. Mittlerweile kann man für nahezu alle Arten von Bewertungsportalen Rezensionen kaufen, die nur schwer von echten Kundenbewertungen zu unterscheiden sind.

Seien Sie vorsichtig, wenn ein Unternehmen übertrieben viele 5 Sterne Bewertungen erhalten hat, in der Regel vergeben echte Kunden nur sehr selten 5 / 5 möglichen Sternen, meistens sind es 3 bis 5, denn irgendwas ist ja immer und nur selten kann man es allen Kunden Recht machen. Das gilt eigentlich für alle Berufsbranchen. Für schwarze Schafe in der Datenrettungsbranche ist dies natürlich eine stete Option, um auf relativ einfache Art und Weise eine gute Reputation aufzubauen und/oder einen existierenden schlechten Bewertungsdurchschnitt durch den Kauf von neuen Rezensionen einfach bequem nach oben zu drücken.

Virtuelle Büros und unselbstständige Betriebsstätten in Google Maps

Sie suchen ein Labor in Ihrer Nähe ? Google Local und Maps präsentieren Ihnen in solchen Fällen zahlreiche Einträge wie "Datenrettung Berlin" oder andere, je nachdem von welchem Ort aus Sie Ihre Suchanfrage gestartet haben. Meistens verbirgt sich hierunter jedoch nur ein IT-Fachhändler, natürlich ohne Labor. Dies ist ein Verstoß gegen das UWG und somit eigentlich wettbewerbswidrig und könnte abgemahnt werden.

Dieser "Keyword Spam" von lokalen Einträgen ist eigentlich leider schon die Regel, dabei jedoch auch ein Verstoss gegen das UWG. Häufig finden sich auch Pseudo Firmensitze von Datenrettungsfirmen unter solchen Keyword-Kombinationen. Hierbei handelt es sich um virtuelle Büros und rechtlich betrachtet "unselbstständige Betriebsstätten", deren einzige Leistung darin besteht als "toter Briefkasten" zu fungieren. Geschultes Personal eines Datenretters suchen Sie an solchen Lokationen meistens vergeblich.

Eine "unselbsständige Betriebsstätte" erkennt man daran, dass bei der Unternehmensbezeichnung des Datenretters die Unternehmensform fehlt, also statt "KUERT Datenrettung Deutschland GmbH", nur "KUERT Datenrettung Deutschland". Die Betriebsstätte hat hierbei zwingend unselbstständig zu sein, d.h. **keine Leistungserbringung und keine Rechnungserstellung**. Es sind Abgabestellen und für den jeweiligen Datenretter ein Online-Marketing Instrument, um zu suggerieren dass man in jeder größeren Stadt ein Labor oder eine Präsenz betreiben würde. Nur ein Beispiel, im Gegensatz zu Unternehmen, die von sich behaupten "Marktführer" zu sein, greifen wir bei KUERT nicht auf solche Methoden zurück und haben es auch nicht vor. Denn wir von KUERT wildern nicht in den Regionen in denen unsere eigenen IT-Fachhandels- und Systemhauspartner sitzen - Wir respektieren Sie, Ihre Region(en) und die Einzugsgebiete Ihrer eigenen Kunden !

Wie IT-Fachhändler um Ihr "Brot-und-Butter Geschäft" beraubt werden

Abzocker in der Datenrettung sind sehr erfinderisch. Der aktuelle Trend geht dahin IT-Fachhändler zu suchen, die sich damit einverstanden erklären, dass Ihre Adresse als Kontaktstelle des Datenretters für Kunden in der Region des Fachhändlers in Googlemaps erscheint. Ein IT-Fachhändler oder ein IT-Systemhaus setzt sich durch diese Form der Zusammenarbeit jedoch der Gefahr einer Abmahnung aus, Präzedenzfälle hierzu gab es zum Beispiel bereits beim Landgericht München.

Ganz pfiffige® schalten auf diese Einträge eine geobasierte Rufnummer (also gleiche Ortsvorwahl wie der Händler) welche nur leicht von der ursprünglichen Rufnummer des Fachhändlers abweicht. Kunden, die nun in der Region des Händlers versehentlich z.B. "nur" Daten gelöscht haben und nach einer Möglichkeit der preiswerten Wiederherstellung suchen, landen bei einem Anruf somit beim Rettungsunternehmen und nicht mehr beim IT-Fachhändler. Diese einfachen Jobs der Datenwiederherstellung von versehentlich gelöschten Daten sind für viele IT-Händler jedoch ein Teil des Tagesgeschäfts. Diese werden Ihnen durch die Zusammenarbeit mit solchen Unternehmen weggenommen, ohne dass sie es wirklich bemerken. Eine solche Zusammenarbeit hat zur Folge, dass ein IT-Händler die Kontrolle, als Erst-Anlaufstelle für den Kunden, in fremde Hände gibt und schlussendlich Geschäft verliert. Und wer denkt, dass solche Kunden wieder an den Händler zurückverwiesen werden, damit dieser Vor-Ort dem Kunden helfen kann, der irrt. Geködert werden solche IT-Partner mit vollmundigen Provisionsversprechen und niedrigeren Gebühren für "Initailisierungspauschalen".

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